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Massimo Bartolini (EU/I) 04/2005

Unser Korrespondent Piotr Szrek sprach mit
Frank Käubler von Werk-1.
Piotr Szrek:
Frank, nach einer vagen Skizze von Massimo Bartolini haben Sie das "Porträt
des Herrn K." realisiert. Sie haben sich nicht nur an die technische Umsetzung
herangewagt, sondern waren aktiv am kreativen Entstehungsprozeß beteiligt,
bei dem es viele Widerstände zu bewältigen galt. Was für Hindernisse waren
das und wie sind Sie damit umgegangen?
Massimo Bartolini hat Sie mit dem "Stalker" aus Andrej Tarkowskijs gleichnamigen
Film verglichen, der eine Gruppe von Menschen durch eine verbotene Zone
zu einem magischen Ort zu bringt, an dem ihr tiefster Wunsch in Erfüllung
geht. Wie sehen Sie sich selbst?
Weiterhin schreibt Massimo: "eine landwirtschaftliche Bewässerungsanlage,
die den Fluss bewässert, ermöglicht die Vorstellung des Flusses als Erdboden,
als bewohnbare Möglichkeit, nicht mehr als Grenze oder Spannungszone.
Das gegen den Strom geschleuderte Wasser lässt dasselbe Wasser zweimal
am selben Punkt vorbeifließen." Wenn Sie z.B. eine Tür bauen und in den
Türrahmen einfügen, verfolgen Sie eine klare Aufgabe mit einem funktionalen
Zweck. Wie fühlten Sie sich bei der Umsetzung dieser Arbeit?
Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Massimo's Arbeit und Slubfurt City?
Frank Käubler:
Auch am Beginn einer solchen Arbeit stehen nüchterne fachliche und ökonomische
Aspekte. Durch die notwendige Auseinandersetzung mit der künstlerischen
Intention und dem Künstler selbst, tritt im folgendem die Ästhetik der
Aufgabe in den Vordergrund. Dies führt letztlich immer auch zu einer emotionalen
Bindung die die Vielschichtigkeit des Kunstwerkes erschließt.
Die angesprochenen Widerstände und Hindernisse bei der Realisierung wurden
durch eine Aneinanderreihung von Zufällen ausgelöst, die Massimo durch
den Vergleich mit dem "Stalker" vorweg nahm.
Die Reflektion auf den filmischen Bezug machte aus uns die Gruppe von
Menschen die in einer verbotenen Zone - der Oder - ihren tiefen Wunsch
von der Realisierung der funktionstüchtigen Installation -, erfüllen wollte.
So möchte ich nicht versäumen allen zu danken
die nicht mutlos wurden und dem "Stalker" folgten. Im Bezug auf meine
Person ist mit dem Projekt eine kreative Arbeit zu Ende gegangen bei der
durch das hautnahe Erleben des Flusses berufliches Neuland betreten wurde
- das letztlich im Zentrum von Slubfurt liegt.
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