Friedrichsgymnasium Frankfurt (O), "Brücken schlagen" - Schülerbegegnung Israel, Palästina, Polen, Deutschland, 27.01.2002
 
 
 
 

" Begegnung schildern"
 

Das gegenseitige persönliche Kennenlernen der Jugendlichen untereinander ist der Ausgangspunkt für die künstlerische Umsetzung der entstandenen Eindrücke.

Ziel des Workshops ist es, durch eigenes Erleben, sowie durch die Präsentation der Ergebnisse zu zeigen, das es den Polen, den Palästinenser, den Israeli, den Deutschen als Stereotyp nicht mehr gibt, wenn z.B. mein Freund aus Polen Andrzej heisst, gerne Hip Hop hört, Skateboard fährt und ein bisschen schüchtern ist. Nach dem Entdecken der Gemeinsamkeiten werden auch die Unterschiede zu einem spannenden und bereichernden Erlebnis.
Die Schüler sollen Spass an dem Workshop haben, was besonders durch Experimentieren mit dem Scanner gefördert wird.

Teil I
Zu Beginn werden die Jugendlichen auf Zweiergruppen verteilt und befragen sich gegenseitig über ihren Lebensalltag, ihre Hobbies, ihre Träume und ihre Probleme. Jeder schreibt sich stichpunktartig die über den jeweils anderen gesammelten Informationen auf.

Teil II
Experimentieren mit dem Scanner
Ein Scanner muss nicht nur zum ablichten von Texten oder fertiger Photos dienen. Wie auf einer Photobelichtungsfläche kann man sich selber oder 

seine Hände oder Gegenstände belichten und dann in einem Fotobearbeitungsprogramm (z.B. Photoshop) weiter aufarbeiten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Jeder Workshopteilnehmer kann zwei Photos/Scans machen, die dann in Photoshop weiter verarbeitet werden.
Die Teilnehmer wählen aus ihren Notitzen und Beobachtungen kurze Statements aus, die in die Fotoscans eingearbeitet und anschliessend ausgedruckt werden.

Teil III
Im gesamten Schulgebäude werden die Fotos mit doppelseitigem Klebeband an den Wänden befestigt. Neben den Fotos werden jeweils die handgeschriebenen Notitzen befestigt. Die Namen der Schüler/Autoren werden nicht erwähnt.
Auf diese Weise erzählt der Ausstellungsrundgang durch die Schule von den persönlichen Lebens- und Denkweisen der Jugendlichen, von ihren Träumen, Wünschen und Hobbies, ohne dass jemand weiss, ob es um Agnieszka aus Zielona Gora, Jassir aus Ramallah, Aron aus Haifa, Ute aus Gütersloh oder Frank aus Frankfurt geht.

Michael Kurzwelly